Ananas

Die Ananas stammt ursprünglich aus Paraguay. Durch eingeborene (indianische) Seefahrer gelangte die Frucht früh nach
Mittelamerika. Bei den Eingeborenen auf Guadeloupe hieß die
Ananas ursprünglich "Nana mean" (soviel wie "köstliche Frucht". Schon Christoph Columbus aß die Ananas und berichtete in seinem
Tagebuch darüber. Weil die Ananas wie ein großer orangefarbener Pinienzapfen aussieht, nannte sie Columbus zunächst "piñon".
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangte die
Ananas nach Hawaii und wurde industriell angebaut. In Europa wurden frische Ananas lange Zeit fast nur von den Azoren nach
Europa geliefert, dann von großen französischen Plantangen aus Afrika. Aus Afrika, insbesondere von der Elfenbeinküste, kommen
auch heute die meisten frischen Ananas, die in Europa verzehrt werden.
Für die Ananas gilt das "Bananen-Prinzip": Die Ware reift beim Kunden. Ananas sind empfindlich und werden deshalb schon vor
der Reife gepflückt. So bleiben Sie auf dem Schiffstransport frisch. Die kenianische Ananas hingegen wird in der Regel reif
geerntet und als Flugobst nach Europa importiert. Der dadurch höhere Preis ist aber durch den aromatischen Geschmack
gerechtfertigt, denn nur Ananas, die an der Staude reifen, entwickeln das volle Ananas-Aroma.
Welche Ananas ist reif und welche nicht?
Statt dessen kann man die Reife an ihrem Duft erkennen. Eine Ananas schmeckt umso aromatischer und süßer, je reifer sie ist.
Eine reife Ananas verbreitet einen besonders intensiven Duft, und ihre Blätter lassen sich am Schopf leicht lösen. Beim Einkauf
können Sie auch darauf achten, dass das Fruchtfleisch bei einem leichten Fingerdruck nachgibt.
Die Schalenfarbe spielt für den Reifegrad einer Ananas kaum eine Rolle. Mit Ausnahme der Schuppenspitzen. Wenn sie braun
sind, ist die Frucht reif. Gebübte Käufer können sogar am Relief der Schuppen den Reifegrad ablesen: Je ausgeprägter das Relife,
desto leckerer ist die Frucht.
Woher hat die Ananas ihre Form?
Die Ananas ist ein Staudengewächs. Im Alter von 1 1/2 Jahren wächst aus der Rosette der Staude ein 0,3 m langer Fruchtstiel.
An diesem bildet sich unter dem Schopf grüner Blätter eine Blütenähre mit ca. 100 lilafarbenen Blüten. Aus jeder Blüte entsteht
eine Beere. Diese Beeren wiederum verwachsen miteinander und der Blütenachse. Daraus entsteht die große "Scheinfrucht". Die
Schuppen auf der Außenseite der Ananas sind also ursprünglich einzelne Beeren.
Wie gesund sind Ananas?
Ananas sind sehr gesunde Früchte mit viel Vitaminen und Mineralstoffen. Vor allem Vitamin C (ca. 22 mg je 100 g
Fruchtfleisch). Mineralstoffe:
| Kalium |
135 mg |
| Natrium |
4,8 mg |
| Kalzium |
12 mg |
| Phosphor |
134,2 mg |
| Mangan |
0,2 mg |
Ananas haben nur ca. 57 Kalorien auf 100 g Fruchtfleisch. Sie wirken anregend auf Darm und Nieren und daher jedem zu
empfehlen, der gesund abnehmen möchte.
Lagerfähigkeit
Ananas sind sehr empfindlich. Sie mögen weder große Kälte noch Druck. Auch wenn man ihnen Beschädigungen von außen kaum
ansieht, kann eine Ananas unter der Schale längst faulen. Die Frucht wird am günstigsten auf einer weichen Unterlage im
Kühlschrank aufbewahrt. |