Johannisbeeren

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Johannisbeeren sind als Gartenfrucht seit etwa 550 Jahren bekannt und sind nach Erdbeeren
das zweithäufigst angebaute Beerenobst. Die drei wichtigsten Sorten Johannisbeeren sind:
- Schwarze Johannisbeeren:
blauschwarz, starker Geruch
- Weiße Johannisbeeren:
eigentlich nicht weiß, sondern gelb, mild, heute praktisch nur noch in privaten Gärten zu finden
- Rote Johannisbeeren:
saftig, intensive Säure
Johannisbeeren haben ihren Namen von "Johannes dem Täufer", da sie zum Geburtstag von Johannes reif würden (24.
Juni, was auch tatsächlich regelmäßig zutrifft). Allerdings hat man mittlerweile Sorten gezüchtet, die bis in den
September hinein reifen und die Saison daher deutlich verlängern. Rote Johannisbeeren sind besonders säurereich. Sie
werden in der Regel nur von Rhabarber und Sauerkirschen übertrumpft und enthalten 2,6 % Fruchtsäure. |
Schwarze Johannisbeeren hießen früher auch
"Wanzenbeeren" wegen ihres intensiveren und bisweilen unangenehmen Geruchs. Gegenüber den roten Beeren schmecken Sie herber, da
sie mehr Gerbsäure enthalten.
Wenn Sie Johannisbeeren kaufen, sollten Sie darauf achten, dass die Früchte prall sind und entweder rot-glänzend oder
schwarz. Stimmt die Farbe nicht, sind die Beeren z.B. zu blass, fehlt Aroma. Natürlich müssen die Beeren auch schimmelfrei sein.
Dann lassen sie sich daheim auch noch ein paar Tage problemlos lagern.
Zur Zubereitung daheim werden die Beeren immer in einer
Schüssel mit Wasser gewaschen (nicht unter fließendem Wasser). Mit Hilfe einer Gabel lassen sich die Beeren leicht von der Rispe
streifen.
Wie gesund sind Johannisbeeren?
Die schwarzen Johannisbeeren werden in der alternativen Medizin als Mittel gegen Arteriosklerose, Rheuma und Gicht verwendet.
Auch gegen Burn-Out sollen sie helfen. Sie enthalten gleich dreimal soviel Vitamin C wie Orangen und natürlich jede Menge
Vitamine, z.B. Vitamin A und P. Als Mineralstofflieferant bieten Sie Phosphor und Kalzium. Die roten Johannisbeeren haben
einen sehr hohen Säureanteil und regen dadurch den Appetit an. Sie wirken auch belebend ("sauer macht lustig"). Auch sie
enthalten Phosphor und Kalium sowie ca. 32 mg Vitamin C auf 100 g. Johannisbeeren liefern ca. 37 Kalorien auf 100 g. |