Kartoffeln

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind die Knollen einer Krautpflanze. Von den bei uns heimischen 130
Sorten werden in der Regel nur drei im überregionalen Handel angeboten: Bintje, Desirée und Sieglinde. Diese kommen dann aber
sogar aus Holland. Leckere weitere Sorten wie z.B. Waja, Prinzess und Bamberger Hörndl haben nur eine regionale Bedeutung.
Kartoffeln stammen ursprünglich aus Südamerika,
wo sie die Inkas schon zu Zeiten Christ Geburt züchteten. Erst die spanischen Eroberer importierten die Knolle im 16.
Jahrhundert nach Europa. Sie machte jedoch keine Karriere, da die Bauern misstrauisch waren. Friedrich der Große befahl ihnen
200 Jahre später, Kartoffeln anzubauen - und seither ist die Kartoffel ein Grundnahrungsmittel.
Unterschiedliche Kartoffelsorten haben verschiedene Kocheigenschaften:
- Festkochend:
Diese Sorten lassen sich nach dem Kochen noch gut schneiden. Zu ihnen zählen "Sieglinde", "Nicola" und "Hansa".
- Vorwiegend festkochend:
Diese Kartoffeln zerfallen zwar nicht beim Kochen, sind aber weicher als die festkochenden. Man kann aus ihnen trotzdem noch
Pellkartoffeln und Kartoffelsalat machen: "Grata", "Bintje" und "Granola".
- Mehlig kochend:
Eigentlich eignen sich diese Kartoffeln nur, um Püree daraus zu machen oder Klöße: "Datura" und "Irmgard".
Am leckersten sind sicherlich frische Kartoffeln, die in der (gereinigten) Pelle gekocht werden. Im Idealfall erhalten Sie
sogar Speisefrühkartoffeln. Diese sind sehr jung, und ihre Schale ist dünn und zart. Wenn man sie gründlich reinigt, kann man
die Schale später sogar mitessen. Kartoffeln sollten auch grundsätzlich lose oder in Netzen angeboten werden. Kartoffeln aus
Plastiktüten neigen dazu, zu schwitzen (und dann zu schimmeln). Wenn Sie Kartoffeln in Plastiktüten kaufen, lagern Sie sie
daheim lieber offen und locker kühl und dunkel. So gelagert halten sich zumindest die späteren Sorten recht lang. Kartoffeln,
deren Knollen welk werden oder sich grün verfärben, sollten Sie nicht mehr zubereiten. |