Mohrrüben

Als man archäologische Funde bei Schweizer Pfahlbauten machte, staunte man nicht schlecht, dass Möhren schon zur
Jungsteinzeit angebaut wurden. Sie sind das vermutlich älteste kultivierte Gemüse überhaupt. Jahrtausendelang hat man sie als
Brei zubereitet und als Beilage gegessen wie heute Kartoffeln.
Möhren gehören weltweit zu den beliebtesten
Gemüsen, und das nicht nur wegen ihres Geschmacks. Denn Mohrrüben haben viel Carotin (Vorstufe von Vitamin A) und fördern daher
das Wachstum. Darüber hinaus enthalten sie viel Vitamin B und sind sehr magenfreundlich. Insgesamt liefern Möhren ca. 35
Kalorien je 100 g - obwohl sie recht süß schmecken.
Damit das Carotin vom Körper in Vitamin A umgewandelt werden kann, ist fett nötig. Möhren sollten also immer mit Fett
gereicht werden, z.B. in Butter geschwenkt oder mit etwas Sahne. Langes Kochen ist tabu, denn dadurch wird nicht nur das Aroma
gemildert, sondern auch Inhaltsstoffe zerstört. Da Möhren auch als Rohkost ein Genuss sind, kann man sie bedenkenlos nur kurz
erhitzen.
Wenn möglich, sollte man Möhren lose kaufen. In Plastik verpackte Mohrrüben können schwitzen und faulen. Daheim werden
Mohrrüben im Kühlschrank aufbewahrt und können so noch etwa eine Woche überstehen. |