Tomaten

Wie viele andere Gemüse und Früchte stammen auch die Tomaten aus der Neuen Welt und wurden von den Spaniern nach Europa
importiert. Man nannte Tomaten damals "Paradiesäpfel" (und in Österreich heißen sie auch heute noch "Paradeiser"), glaubte aber,
dass sie giftig seien, da sie zu den Nachtschattengewächsen zählen. Vor etwa 100 Jahren erst avancierten Tomaten zum
Lebensmittel.
Mit sieben Kilo Pro-Kopf-Verbrauch sind Tomaten
in Deutschland ein beliebtes Gemüse. Richtig gut aromatisch schmecken jedoch nur die reifen, die viel Sonne abbekommen haben. In
der Zeit, in der die Tomate noch an der Pflanze hängt, entwickelt sie Vitamin C, Aroma und Zucker. Der Handel pflückt jedoch
Tomaten frühzeitig, wenn sie noch grün-gelblich sind, da Tomaten sehr empfindliche Früchte sind. Zwar reifen diese Tomaten dann
noch nach und machen in den Regalen der Supermärkte einen roten Eindruck, aber der Geschmack ist häufig wässrig.
Gute Tomaten kann man nicht an der Form erkennen. Tomaten, die einheitlich schön rund sind, enthalten häufig viel Fruchtsaft
aber wenig Fruchtfleisch. Die "biologisch" unregelmäßig geformten Fleischtomaten liefern mehr Fruchtfleisch. Weiche Tomaten sind
tendenziell leckerer als schnittfeste, denn die schnittfesten sind meistens nicht reif.
Erstaunlich ist, dass Dosentomaten und Tomatenpüree häufig ein fruchtigeres und besseres Tomatenaroma haben als frische
Tomaten. Denn für die Dosentomaten und den Püree werden in südlichen Ländern Früchte verarbeitet, die mehr Sonne abbekommen
haben als die Gewächshaustomaten aus nördlichen Regionen.
Wie gesund sind Tomaten?
Tomaten haben nur 19 Kalorien auf 100 g, enthalten viele Mineralstoffe (z.B. Kalium, Phosphor und Eisen) aber auch viel
Vitamin A und C. |